Franklinia alatamaha


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Franklinia alatamaha
Bild von Frau K.Dellmann, die die Pflanze 2004 bei uns gekauft hat

Ab September, wenn eigentlich die Hauptblütezeit schon längst vorbei ist, schmückt sich ein Gehölz von außerordentlicher
Schönheit mit Blüten. Schneeweiße, etwa 7-8cm große Blüten mit gelben Staubgefäßen zieren den locker wachsenden Strauch.
Ein zweites Schauspiel folgt der Blüte gleich hinterher: eine prächtige orange-rote Herbstfärbung.

In der freien Natur gilt die Franklinie als ausgestorben (obwohl, wirklich genau weiß das auch keiner, vielleicht stehen
ja doch noch irgendwo ein paar ganz alte Exemplare).
Viele Untersuchungen gibt es über ihr Aussterben - die Wahrscheinlichste ist die einer Krankheit,
die mit den Baumwollsträuchern kam.

1765 entdeckten John Bartram und sein Sohn William an einer Flussmündung (Altamaha)im US Bundesstaat Georgia
diesen unbekannten Baum. William nahm auf einer seiner nächsten Reisen Samen mit nach Philadelphia.
Den Baum nannte er Franklinia, zu Ehrenseines Freundes Benjamin Franklin. "altamaha" , der Fluss, wird von den Cherokee-Indianern "alatamaha" ausgesprochen. Daher Franklinia alatamaha.

Alle heutigen Franklinien sind also Nachfolger von damals gesammelten Samen bzw. deren Nachkommen.
Franklinien haben heute den Mythos eine der seltensten Pflanze der Welt zu sein, was sicherlich, dank vieler angagierter Gärtner, nicht mehr zutrifft, aber zumindest steht sie noch immer auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

1998 begann in den USA eine Zählung aller auf der Welt existierenden Franklinias.
Bis zum 300.Geburtstag Bartrams, 1999, wurden in der ganzen Welt über 2000 Exemplare registriert, darunter auch 9 in Deutschland.
Es dürften aber weitaus mehr sein.
Zu den ältesten Exemplaren gehören wahrscheinlich zwei Franklinien im Arboretum Arnold der Universität Harvard aus dem Jahr 1905.

Wer seine Franklinie auch registrieren möchte kann dies hier tun.

Warum Franklinien so selten sind ist eigentlich nicht so recht nachvollziehbar.
Unsere ersten Franklinien bekamen wir 2003 aus Ohio. Aus dieser Lieferung von 50 Stück haben wir gerade noch 5 Mutterpflanzen.
Alle anderen waren innerhalb von ein paar Wochen ausverkauft. Da es keinen Nachschub mehr gab (die Baumschule in Ohio war selber ausverkauft) beschlossen wir aus den letzten verbliebenen 5 Pflanzen selbst welche zu ziehen. Und bisher ist uns das auch sehr gut gelungen.

Franklinien benötigen einen guten, humosen Gartenboden, der auch leicht sauer sein kann. Sonnig bis halbschattig und ein windgeschützter Standort tun ein übriges um das Gehölz auch hier gut wachsen zu lassen.
Was Franklinien überhaupt nicht mögen ist Staunässe und kalkiger Boden. Gerade Jungpflanzen sind da ziemlich empfindlich.
Den Winter überstehen Franklinien hierzulande recht gut. Auch hier wieder sind die Jungpflanzen besonders zu schützen. Ältere Exemplare überstehen auch Minusgrade ohne Winterschutz.

Wer von uns eine Franklinie erhalten hat und etwas dazu schreiben möchte oder ein Bild davon hat - nur zu, wir würden uns sehr darüber freuen.


Quellen:
Eigene Erfahrungen
Kipp, Oliver: Gartenmagazin "Eden" Ausgabe 04/05
Krüssmann: Handbuch der Laubgehölze
Bartrams Garden
Garten-pur

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