Klima
Für das Gedeihen einer Pflanzenart ist das Klima von ausschlaggebender Bedeutung. Luft- und Bodentemperaturen, Niederschläge, Wind und Frost, Sturm und Hagel beeinflussen ganz wesentlich das Wachstum von Pflanzen. Dieses Makroklima kann man nicht wesentlich beeinflussen, aber es gibt Hinweise darauf, wie gut sich ein Klimabereich für bestimmte Pflanzen eignet.
Deutschland liegt im Bereich des warmgemäßigten Klimas, bis auf die hohen Gebirgslagen. Klimatische Unterschiede sind in Deutschland gering, trotzdem liegt die Differenz zwischengünstiger und ungünstiger Lufttemperatur bei etwa 2°C, in den Alpen sogar bei -3°C (im Januar)
und bei 19°C bzw. 13°C im Juli.
Aber auch das Mikroklima, die Wetterbedingungen in der Bodennähe, spielen eine Rolle. Diese Klimabedingungen, die durch Pflanzenbewuchs, Bodenfeuchte und Bodenart, Hangneigung u.ä. abhängig sind, können wir sehr gut positiv wie aber auch negativ beeinflussen.
Gebäudewinkel und Plätze vor Hecken bieten immer einen guten Windschutz, sie erwärmen sich schneller. Genau wie Bäume und hohe Sträucher bieten sie aber auch Sonnenschutz, entziehen jedoch gleichzeitig den kleineren Pflanzen Wasser und Nährstoffe. Deshalb sind nur tiefwurzelnde Bäume ideal als Schattenspender.
Größere Wasserflächen gleichen Temperaturen aus und an einen Hang herrschen höhere Temperaturen, da die Sonne dort in einem günstigeren Winkel einfällt.
Standorte mit starker Sonneneinstrahlung sind im Sommer recht heiß und trocken und regen im Frühjahr die Pflanzen zu vorzeitiger Saftzirkulation an. Durch tiefe Nachttemperaturen werden diese dann geschädigt. Auch Mulden können sich nachteilig auswirken. Oft liegen die Temperaturen dort um einiges niedriger alls anderswo, bedingt durch die in der Nacht abfließende Kaltluft.
Standorte im Osten und Norden müssen oft ohne Sonne auskommen, deshalb sollten dort auch nur sehr schattenverträgliche Pflanzen stehen.
In sehr windigen Lagen wachsen oft nur robuste Pflanzen. Durch den Wind wird die Luftfeuchtigkeit herabgesetzt und die Wasserdampfabgabe der Pflanzen erheblich gesteigert, was eine starke Wuchsminderung zur Folge hat.
Sommer- und immergrüne Hecken helfen ausreichend Windschutz herzustellen. 50-80% der Windgeschwindigkeit kann eine Hecke abfangen und diese Wirkung macht sich auch noch in einem Abstand bemerkbar, der der 5fachen Höhe der Hecke entspricht. Aber auch Schilfrohrmatten und Lattenroste können am Anfang ein guter Windschutz sein.
Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsmenge spielen für den Pflanzenwuchs ebenfalls eine große Rolle, lassen sich aber kaum beeinflussen. Im Laufe einer Vegetationsperiode ist der Wasserbedarf oft recht hoch, und meist komen die Pflanzen mit dem Niederschlag der Sommermonate kaum aus. Deshalb sollte immer zusätzlich gegossen werden.
Die verschiedenen Formen der Niederschläge können unter Umständen für die Pflanzenwelt auch recht gefährlich werden.
Während Pflanzen gegen Hagel kaum geschützt werden können, kann man Bäume und Sträucher aber von zu viel Schnee durch Schütteln der Zweige befreien. Allerdings sollten leichte Schneedecken unbedingt auf den Gehölzen verbleiben, da sie vor Wind und Austrocknung schützen.

Viele der sommergrünen Arten und Sorten überstehen auch einen sehr kalten Winter recht problemlos. Bei immergrünen Laubgehölzen und sehr empfindlichen Koniferen sieht das schon anders aus. Dadurch, dass sie ihre Blätter nicht verlieren verdunsten sie ständig Wasser. Gibt es im tiefgefrorenen Boden dann kein Wasser mehr, vertrocknen die Pflanzen. Für uns sieht es so aus, als ob die Pflanze erfroren wäre. In Wirklichkeit spricht man aber von Frosttrocknis.
Vor dem Winter sollten daher alle Immergrünen durchdringend gewässert werden, damit sie auf keinen Fall mit einem Wasserdefizit in den Winter gehen. Zusätzlich kann auch zwischen den Frostperioden gewässert werden. Durch Windschutz kann man zusätzlich der Verdunstung vorbeugen.
Winterschutz besteht in der Regel aus einem Abdecken des Bodens mit organischen Materialien . Dazu kann man Rindenmulch, Laub oder Sägespäne verwenden. So sollte der Frost nicht in den Boden dringen können. Die oberen Teile schützt man mit lose übergelegten Nadelholzzweigen.
Ein dickes Einpacken ist eher ungünstig, da die Pflanzen oft ersticken.
Geschützt werden sollten vor allem die Pflanzen, die aus klimatisch günstigeren Gebieten kommen. Meist muss man sie auch nur in ihrer Jugendzeit schützen.
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