Zwerggehölze
In der Gartengestaltung werden Bäume und Sträucher mit sehr unterschiedlichen Wuchshöhen verwendet. Da gibt es bis zu 40 Meter hohe Bäume mit breit ausladenden Kronen und kleine, ganz kleine, wie z. B. Ulmus davidiana. var. pygmea - die Hokkaido Ulme. Sie wird gerade mal cm hoch.
Arten und Sorten, die nicht höher sind als 1 m sind - wobei diese Grenze etwas flexibel gehandhabt werden sollte - zählen heute zu den Zwerggehölzen. Diese werden noch einmal in mehrere Gruppen eingeteilt : echte Zwerge, kriechende Gehölze, sommerblühende Kleinsträucher, strauchartige Laubgehölze und Zwergkoniferen.
Bei allen handelt es sich entweder um natürliche Arten oder schwachwachsende, durch Mutation entstandener Bäume oder Sträucher, die an sich sonst höher werden. Die meisten Zwergkoniferen sind vegetativ vermehrte Nachkommen solcher Mutationen.
Zur Gruppe der echten Zwerge gehören Gehölze, die langsam wachsen. Sie erreichen auch nach vielen Jahren kaum die Wuchshöhe von einem Meter.
Kriechende Gehölze lassen ihre Äste und Zweige auf dem Boden aufliegen und wachsen nur mäßig stark.
Gehölze, die ihre Blüten im Sommer oder Herbst an den Enden der diesjährigen Blüten entwickeln gehören zu den sommerblühenden Kleinsträuchern. In der Regel schneiden wir sie im Frühjahr regelmäßig bis zum Boden zurück, damit sie wieder kräftig austreiben. Auch diese erreichen selten mehr als einen Meter Wuchshöhe.
Gehölze, die in der Jugend zwar rasch wachsen, dann ihr Längenwachstum aber einstellen und sich lediglich nur noch verzweigen sind strauchartige Laubgehölze.
Zwergkoniferen, sind häufig schwachwachsende Formen sonst eher baumförmiger Arten. Sie wachsen oft so langsam, dass sie erst nach vielen Jahren eine Höhe von 2 Metern erreichen.
In der Natur finden wir zwergige Arten vor allem an Standorten mit ungünstigen Klimabedingungen. Meist haben sie sich an die Bedingungen angepasst und reagieren mit verlangsamten Wachstum auf ihre Umgebung.
Im Garten findet man dagegen eher spontane Mutationen, die in Kultur genommen wurden. Auch selektierte Wildformen oder Hybriden gibt es. Gartenformen müssen allerdings vegetativ vermehrt werden, denn sie bilden keine keimfähigen Samen aus .
Verwendung finden Zwergehöze vor allem in Heidegärten, Steingärten, Dach- und Vorgärten.
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