Der Garten im Januar
- ...und die Kinder hoffen auf Schnee. Vielleicht liegt bei Ihnen eine dicke Schneedecke über dem Garten, verzaubert die Welt mit ihrem Glitzern. Lassen auch Sie sich verzaubern davon - wie die Kinder.
Schon regen sich die ersten Samenkörner im Boden, noch unbemekt von uns, aber schon kräftig genug um bald den Frühling zu verkünden.
Doch auch schon im Januar kann man mit Blick auf den Sommer Einiges im Garten tun. Zu eng stehende Sträucher und Bäume können an frost und schneefreien Tagen verpflanzt werden, Baumpflegearbeiten durchfrühren und Sträucher, die nicht im Frühjahr blühen, verjüngen.
Wer gern selbst vermehrt sollte jetzt Steckholz schneiden. Und am Abend, bei einer Tasse heissem Tee oder Kakao kann man planen, was im Jahr neu gepflanzt, gesät oder umgestaltet werden soll.

Beobachtungen
In jedem Garten herrscht ein besonderes Kleinklima. Wenn Sie jetzt beobachten, dass an bestimmten Stellen der echnee länger liegenbleibt bzw. Schnee schnell taut so können Sie Rückschlüssa daraus ziehen, an welchen Stellen in Ihrem Garten Sie z.B. spätfrostempfindliche Pflanzen setzen können.
Denken Sie auch daran an frostfreien Tagen und bei lang anhaltender Trockenheit immergrüne Gehölze zu wässern.

Das Gartenjahr
- Januar
- Das Jahr beginnt mit Eis und Schnee mit Zittern und mit Zagen;denn Frost und Hungern tun arg weh, das wollt ich Euch bloß sagen.
- Februar
- Dann kommt der Februar ins Land und hält die Welt zum Narren.Wir sind wie außer Rand und Band, daß alle Bäume knarren.
- März
- Doch naht schon bald der fohe März, dem könnt ihr eher trauen.Dann wird es leichter euch ums Herz, denn es beginnt zu tauen.
- April
- Und will der launische April die ganze Welt begießen,so mag ers tun, so viel er will, uns soll das nicht verdrießen
- Mai
- Dann schlagen schon die Bäume aus. Der Mai will sich verschwenden.Die ganze Welt blüht wie ein Strauß, ein Strauß in Gottes Händen.
- Juni
- Und dann ist auch schon über Nacht der Sommer eingezogen.
- Juli
- Die liebe Sonne strahlt und lacht, und alle Felder wogen.
- August
- Und weiter zieht sie unverwandt und lacht auf uns herunter.
- September
- Dann ist auch schon der Herbst im Land, die Welt wird bunt und bunter.
- Oktober
- jDie Äpfel hängen hinterm Haus und leuchten in den Zweigen. Die Kinder ziehn aufs Feld hinaus und lassen Drachen steigen.
- November
- Doch dann naht der November schon mit Nebel und mit Regen. Der Winter steigt auf seinen Thron und lässt die Stürme fegen.
- Dezember
- Bald wird an seinem letzten Tag das Jahr sich still entfernen. Und was das Neue bringen mag? Ach, das steht in den Sternen.

