Der Garten im Juni

 

Zweijährige Blumen können jetzt ausgesät werden. Traditionell gehören sie in jeden Bauerngarten. Zweijährige umfassen verschieden Arten, von denen jede besonders liebenswert oder nützlich ist: Der Duft des Goldlacks, die Heilkraft der Nachtkerze oder die imposante Gestalt der Stockmalven. Alle sind ausgezeichnete Blühpflanzen, die wunderbar Lücken zwischen Gehölzen füllen.


Jetzt wird es auch Zeit, Spätgemüse auszusäen. Die Samen können gleich ins Freiland gestreut werden. Sollen allerdings nur Lücken aufgefüllt werden, ist es besser in Saatschalen vorzukultivieren. Erst die Jungpflanzen werden ins Beet zu ihren großen Nachbarn gesetzt.


Mulchen mit Stroh, Holzschredder, Rasenschnitt, Spinat- oder RhaberberBlättern hält den Boden länger frisch, fördert das Bodenleben und hindert Unkraut durch den Lichtentzug am Keimen. Wenn der Boden ständig gelockert wird kommen immer neue Unkrautfluten zum Vorschein.


Dahlien werden besonders kräftig und bekommen große Blüten, wenn man ihnen nur drei bis vier Triebe läßt.
Gegen Blattläuse und Viruskrankheiten bei Rosen kann Lavendel helfen - wer diesen aber nicht mag, sollte es einmal mit Günsel als Bodendecker probieren. Besonders schön sieht der rotblättrige Günsel aus (Ajuga reptans 'Atropopurea').

Topfquartier

 

 

Juni

Die Wiese hat ihr gelbes Kleid inzwischen schon wieder ausgezogen. Darin sah sie doch recht einfach aus mit Gänseblümchen und Scharbockskraut. Im Juni sieht man nun strahlend gelbe Wiesenkleider, die bald darauf weiß sind oder rosarot. Löwenzahn, Wiesenschaumkraut oder Lichtnelken geben sich ein Stelldichein. Aber gelb scheint die Wiesen - Lieblingsfarbe zu sein. Denn auch Butterblumen, Wiesenbocksbart oder Wiesenpippau blühen gelb.


Neue Bepflanzung für den Kübel? Wie wäre es einmal mit Rosen? Tatsächlich auch im Kübel blühen Rosen! Wer bereit ist seine Rosen zu hegen und zu pflegen kann sich durchaus auch diese Tiefwurzler auf die Terasse holen. Bei richtiger Pflege kann eine Rose im Kübel durchaus zehn und mehr Jahre leben.


Am 24. Juni ist Johannistag, der Tag der Sommersonnenwende. Schon immer war die Nacht vom 23. auf den 24. Juni eine Nacht, in der wunderbare Dinge geschahen: Tiere konnten reden, Nixen und Elfen zeigten sich den Menschen...

 

 

Das Gartenjahr

Januar
Das Jahr beginnt mit Eis und Schnee mit Zittern und mit Zagen;denn Frost und Hungern tun arg weh, das wollt ich Euch bloß sagen.
Februar
Dann kommt der Februar ins Land und hält die Welt zum Narren.Wir sind wie außer Rand und Band, daß alle Bäume knarren.
 
März
Doch naht schon bald der fohe März, dem könnt ihr eher trauen.Dann wird es leichter euch ums Herz, denn es beginnt zu tauen.
April
Und will der launische April die ganze Welt begießen,so mag ers tun, so viel er will, uns soll das nicht verdrießen
Mai
Dann schlagen schon die Bäume aus. Der Mai will sich verschwenden.Die ganze Welt blüht wie ein Strauß, ein Strauß in Gottes Händen.
Juni
Und dann ist auch schon über Nacht der Sommer eingezogen.
Juli
Die liebe Sonne strahlt und lacht, und alle Felder wogen.
August
Und weiter zieht sie unverwandt und lacht auf uns herunter.
September
Dann ist auch schon der Herbst im Land, die Welt wird bunt und bunter.
Oktober
jDie Äpfel hängen hinterm Haus und leuchten in den Zweigen. Die Kinder ziehn aufs Feld hinaus und lassen Drachen steigen.
November
Doch dann naht der November schon mit Nebel und mit Regen. Der Winter steigt auf seinen Thron und lässt die Stürme fegen.
Dezember
Bald wird an seinem letzten Tag das Jahr sich still entfernen. Und was das Neue bringen mag? Ach, das steht in den Sternen.